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Bienenrassen

Die Kärntner Biene

Die Kärntner Biene (Apis mellifera carnica), auch: Krainer Biene genannt, ist eine natürlich entstandene Rasse der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera). Von den Imkern wird sie auch einfach Carnica genannt.

Sie ist die nördlichste Vertreterin der Balkan-Rassengruppe und ist nur in den Regionen südlich der Alpen autochthon (ursprünglich) beheimatet. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet und hat dabei die nördlich der Alpen beheimatete Dunkle Europäische Biene fast vollständig verdrängt. Gründe waren die größere Volksstärke und der damit zu erreichende höhere Honig-Ertrag.

Da die Kärntner Biene vom südöstlichen Alpenklima geprägt wurde, kommt sie mit heißen Sommern und kalten Wintern gut zurecht. Die Feuchtigkeit und Unbeständigkeit des Meeresklimas bereitet ihr Schwierigkeiten. Deswegen ist sie auch in England, Frankreich und Skandinavien kaum verbreitet. Die Kärntner Biene ist sanftmütig, hat aber im Gegensatz zu einigen anderen Rassen einen erhöhten Schwarmtrieb.

Aus der Literatur des großen Kärntner Carnica-Züchters Hans Peschetz (Autor von "Der Weg zur besten Honigbiene" und "Vom Anfänger zum Meister - Das Carnica Buch" geht jedoch hervor, dass es in Kärnten ein "Bienen-Rassen-Misch-Masch" gab und erst 1929 die Carnica (Stamm Glockner) vom Fuße des Großglockners in Kärnten gezüchtet und vermehrt wurde. Es gibt derzeit in Kärnten Bienen mit einem relativ hohen Carnica Anteil aber nur ca. 50 Carnica-Züchter.

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Die Dunkle Biene


Die Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera) ist eine natürlich entstandene Rasse (Unterart) der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera). Sie ist die in ganz Nordwest-, Mittel- und Nordosteuropa bis zum Ural ursprünglich einheimische Honigbiene und zeichnet sich durch eine große Winterhärte, sparsamen Umgang mit ihren Vorräten und maßvolle Völkerentwicklung aus. Ein bereits von Enoch Zander(1873-1957) und heute noch in der Schweiz züchterisch bearbeiteter Stamm der A.m. mellifera wird auch wegen seiner dunklen Färbung Nigra genannt.

Dunkle BieneZunächst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die Einfuhr südlicher Rassen und die Sonderentwicklung der Heidebiene stark verkreuzt, wurde sie ab der Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland durch gezielte Verdrängungszucht nahezu ausgerottet. Bescheidene Einbürgerungsversuche sind derzeit im Gange. In anderen Ländern Europas wie Frankreich, Belgien, Dänemark, Norwegen, England, Österreich (Tirol) gibt es noch umfangreiche mehr oder weniger reine Bestände, in Deutschland nur noch in wenigen, meist hochgelegenen Regionen.
Die im Vergleich besonders langlebige, große, sehr dunkel wirkende Biene ist als einzige in der Lage, die langen, kalten Winter in Nordosteuropa zu überleben. Sie verfügt über eine außerordentliche Flugstärke und ist auch an die Wechselhaftigkeit des atlantischen Klimas hervorragend angepasst.
Die Gemeinschaft zum Erhalt der Dunklen Biene in Deutschland bemüht sich um die Erhaltung dieser wertvollen Bienenrasse.

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Die Buckfastbiene


Die Buckfastbiene ist eine Zuchtrasse der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera), die von Karl Kehrle (Bruder Adam) im englischen Benediktinerkloster Buckfast ab 1916 gezüchtet wurde. 

Buckfast Biene
Im Jahre 1913 wurde die Dunkle Europäische Biene(A. m. mellifera), die auf den britischen Inseln autochthon ist, durch die Tracheenmilbe fast völlig ausgerottet. Der Mönch begann danach mit den überlebenden Bienenvölkern (Mischlinge der Dunklen Biene und Italienischen Biene, A. m. ligustica) eine Rasse zu züchten, die widerstandsfähiger, fleißiger und friedlicher sein sollte. Dazu kreuzte er lederbraune Italienische Bienen mit Drohnen der einheimischen Dunklen Biene. Im Laufe der Jahre wurden ausgesuchte Bienenrassen aus allen Teilen der Welt in diese neu entstandene Buckfast eingekreuzt: Saharabiene (A. m. sahariensis), Südgriechische Biene (A. m. cecropia), Anatolische Biene (A. m. anatoliaca), Macedonische Biene (A. m. macedonica) aus Athos und Ostafrikanische Bergbiene (A. m. monticola). Das Ergebnis ist eine äußerst friedliche, schwarmträge und erbfeste Bienenrasse, die bei Verwendung moderner Wirtschaftsweisen (Magazin-Beuten im Dadant- oder Langstroth-Maß bei paarweiser Anordnung) überdurchschnittliche Erträge bringt.
Die Buckfast-Biene ist in Deutschland für Imker über die Buckfast-Landesverbände oder Buckfast-Züchter erhältlich. Auch in Fachzeitschriften werden Königinnen angeboten.


In Deutschland und Österreich gibt es allerdings einige Probleme bei der Haltung der Buckfast. In diesen beiden Ländern werden von den Imkern überwiegend andere Bienenrassen, insbesondere die Kärntner Biene (Carnica) gehalten und gezüchtet, und diese Imker sehen in der Einführung von Buckfast-Bienen durch benachbarte Imker die Reinzucht ihrer Rasse bedroht. Dies hängt damit zusammen, dass Bienenköniginnen im Flug begattet werden und Drohnen kilometerweit fliegen können, so dass Kreuzungen verschiedener Rassen nur ausgeschlossen sind, wenn in weitem Umkreis keine Bienen einer anderen Rasse gehalten werden. Des Weiteren behaupten vor allem die Carnica-Imker, dass durch eine Paarung der beiden Rassen Stecher hervorgerufen werden. Dies ist aber nicht der Fall, würde man allerdings die Buckfast oder die Carnica mit den Heidebienen kreuzen, wären die Nachkommen Stecher.

Deshalb kommt es sehr oft zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Anhängern der verschiedenen Rassen, die nicht immer nur mit sachlichen Argumenten ausgetragen werden. Allerdings bestehen Unterschiede nicht nur zwischen den Rassen, sondern auch innerhalb einer jeden Rasse je nach Herkunft und Züchter.

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Die Elgonbiene


Die Elgonbiene ist eine Zuchtrasse der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera), benannt nach dem Mount Elgon, einem erloschenen Vulkan im Grenzgebiet zwischen Kenia und Uganda.

 Von dort haben Ende der 1980er Jahre einige Bienenwissenschafter und Imker Exemplare der Ostafrikanischen Bergbiene (A.m. monticola) nach Schweden exportiert. Die monticola ist eine ursprüngliche, wilde Biene, die noch eine sehr große genetische Diversität erhalten hat. Im Gegensatz zur Ostafrikanische Hochlandbiene (A.m. scutella), die aus den Kreuzungen in Südamerika (siehe Afrikanisierte Honigbiene für ihre Angriffslust bekannt ist, zeichnet sich die monticola durch eine äußerste Sanftmütigkeit aus. In Schweden wurde diese Wildbiene mit der Buckfast-Biene gekreuzt.
In den 1990er Jahren wurde diese Kreuzung stabilisiert und sie erhielt von den Züchtern den Namen Elgonbiene. Seit dem Jahr 2000 hat Erik Österlund, einer der schwedischen Urzüchter, die Biene zudem für die Betriebsweise mit kleinen Brutzellen weitergezüchtet.

 

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